Beim traditionellen Neujahrsempfang der JI-Wien und der JI-NÖ/Bgld. standen Innovation und zukunftsorientiertes Unternehmertum im Mittelpunkt.
Der gemeinsame Neujahrsempfang der Jungen Industrie Wien sowie der JI Niederösterreich/Burgenland hat sich als fixer Termin zum Jahresauftakt etabliert. Auch heuer stand der Abend im Zeichen des persönlichen Austauschs und unternehmerischer Perspektiven.
Im Mittelpunkt des Dialogs standen der ehemalige JI-Wien-Vorsitzende Martin Ohneberg sowie das ehemalige JI-Wien-Vorstandsmitglied Georg Swoboda, die Einblicke in ihre unternehmerischen Wege und Erfahrungen gaben. Moderiert wurde das Gespräch von Maximilian Nimmervoll, Vorsitzender der JI Wien, der für einen lebendigen Austausch sorgte.
In der Diskussion wurde deutlich, dass sich viele Industrieunternehmen aktuell strategisch neu aufstellen. Diversifikation in neue Anwendungen – wie etwa Maschinenbau, Rechenzentren, E-Mobilität und ausgewählte Defense-Bereiche – gewinnt an Bedeutung. Die Zukunft wird dabei weniger im klassischen Export gesehen, sondern stärker in direkten Investitionen vor Ort und in einer Produktion näher an den jeweiligen Märkten. Ziel ist es, Wertschöpfung resilienter zu gestalten und Geschäftsmodelle an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.
Gleichzeitig wurde angesprochen, dass sich Österreich im Wandel vom klassischen Produktionsstandort hin zu einem Entwicklungs- und Innovationsstandort mit höher qualifizierten Tätigkeiten befindet. Dafür seien attraktive Rahmenbedingungen entscheidend, insbesondere in den Bereichen Steuern, Forschung und Entwicklung sowie Ausbildung. Ebenso wurde die Bedeutung leistungsfähiger Hochschulen und besserer Voraussetzungen für unternehmerisches Wachstum und Skalierung betont.
Als zentrale Herausforderung nannten die Gesprächspartner die Gewinnung motivierter und qualifizierter Mitarbeiter. Der Fachkräftemangel sei ein weltweites Phänomen; lange Ausbildungszeiten in technischen Berufen erschwerten die Situation zusätzlich – vor allem für kleinere Betriebe. Zugleich wurden Automatisierung, Digitalisierung und neue Technologien wie Robotik, künstliche Intelligenz und 3D-Druck als große Chance hervorgehoben, da sie zunehmend leistbar sind und entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit der Industrie beitragen.
Der informelle Teil des Abends wurde mit Begrüßungsworten von Erwin Soravia, ebenfalls ehemaliges JI-Wien-Vorstandsmitglied, eröffnet. Der Empfang zeigte erneut, wie wichtig offener Dialog über Erfahrungen, Herausforderungen und Chancen für die nächste Unternehmergeneration ist.


