Vier Perspektiven auf Strategie, Innovation und Transformation
Ein Blick hinter die Kulissen führender Industrieunternehmen, persönliche Einblicke in strategische Entscheidungen und ein Austausch über aktuelle Branchenentwicklungen – das bot der Member.Talk der JI-Wien.
Den Auftakt machte JI-Wien Vorstandsmitglied Sophia Welser von Welser Profile. Das international tätige österreichische Familienunternehmen ist auf rollgeformte Sonderprofile und Profilsysteme aus Stahl und Nichteisenmetallen spezialisiert und beliefert Branchen von Bau und Infrastruktur bis hin zur Automobil- und Energiewirtschaft. In ihrem Beitrag spannte Sophia Welser den Bogen von der Rolle des Unternehmens als globaler Industriepartner bis hin zu langfristigen Entwicklungsprojekten. Besonders im Fokus standen dabei Fragen der Transformation und Organisationsentwicklung und wie es gelingt, ein traditionsreiches Industrieunternehmen kontinuierlich weiterzuentwickeln, ohne seine Wurzeln zu verlieren.
Im Anschluss gab Lukas Lovrek Einblicke in die Entwicklung und den Business Case von Securikett. Das Unternehmen hat sich von einem Anbieter von Sicherheitsetiketten zu einem Anbieter umfassender Smart-Packaging- und Produktschutzlösungen entwickelt. Heute verbindet Securikett physische Sicherheitsmerkmale mit digitalen Track-&-Trace- und IoT‑basierten Systemen und arbeitet weltweit mit Kunden aus beispielsweise der Pharma‑, Elektronik‑ und Konsumgüterindustrie. Lovrek zeigte auf, wie Innovation, technologische Weiterentwicklung und steigende regulatorische Anforderungen diesen Transformationsprozess geprägt haben – und welche Chancen sich daraus ergeben.
Einen strategischen Blick über mehrere Geschäftsbereiche hinweg brachte Susanne Pöttinger von Orasis Industries ein. Die Holding vereint technologieorientierte Business Units wie Astotec Automotive und Astotec Pyrotechnic Solutions, die pyrotechnische Sicherheitslösungen für Automotive und Industrie entwickeln. Susanne Pöttinger erläuterte, wie es gelingt, Innovationskraft in stark regulierten Märkten zu sichern, Geschäftsbereiche gezielt zu steuern, gleichzeitig eine gemeinsame unternehmerische Ausrichtung zu wahren und die internationale Ausrichtung und den bereits etablierten Export einzubeziehen.
Den Abschluss der Impulse bildete Vincenz Waldstein-Wartenberg von Neuman Aluminium. Das international tätige Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette hochwertiger Aluminiumkomponenten ab – von Guss und Strangpressen bis hin zu Fließpress- und Umformtechnologien – und beliefert Kunden aus der Automobil‑, Bau‑, Elektro‑ und Verpackungsindustrie. Vincenz Waldstein‑Wartenberg berichtete über strategische Investitionsentscheidungen, den wachsenden Stellenwert von Energieeffizienz, die Rolle von Recyclingprozessen in der Wertschöpfungskette sowie die langfristigen Perspektiven der Aluminiumindustrie.
Im gemeinsamen Gespräch verdichteten sich diese Einblicke zu einem klaren Gesamtbild: Zentrale Initiativen, aktuelle Markttrends und unternehmerische Herausforderungen sowie Möglichkeiten wurden ebenso diskutiert wie der Blick zurück auf vergangene Entwicklungen, der Status quo und künftige strategische Ausrichtungen. Deutlich wurde dabei, wie stark sich industrielle Geschäftsmodelle im Wandel befinden – und wie entscheidend vorausschauendes Handeln ist.
Die anschließende Fragerunde und der informelle Ausklang boten schließlich Raum für vertiefende Gespräche und persönlichen Austausch. Der Member.Talk machte einmal mehr sichtbar, welchen Mehrwert der direkte Dialog innerhalb der Jungen Industrie Wien bietet.
Vielen Dank an Maximilian Nimmervoll, Vorsitzender der Jungen Industrie Wien, für die Moderation sowie an die vier Member‑Talk‑Speaker für ihre Einblicke.



