Was bleibt, was geht – und wie kommen wir gestärkt durch die Krise?

Das Coronavirus hält die Welt weiterhin in Atem und gerade in der Wirtschaft entfaltet sich eine neue Realität: einerseits Homeoffice & Digitalisierung, andererseits liegen Flugverkehr, Kultur und Städtetourismus am Boden. Gleichzeitig haben sich die internationalen Finanzmärkte scheinbar entkoppelt: Nasdaq höher denn je, DAX über 13.000 Punkten, nur der Börseplatz Wien schwächelt. Jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen: Technologie, Gesundheit und Sicherheit boomen, und in vielen anderen Branchen heißt es: „survival of the fittest“.

Präsident Mag. Christian C. Pochtler

Unsere Unternehmen haben in den vergangenen Wochen und Monaten – auch dank der Corona-Kurzarbeit – alles darangesetzt, Arbeitsplätze zu erhalten. Aktuell wurde bereits für über 1,8 Millionen Menschen Kurzarbeit beantragt. Trotzdem ist die Arbeitslosigkeit enorm gestiegen. Umso wichtiger war, dass die Bundesregierung, gemeinsam mit den Sozialpartnern und der IV, ein aktualisiertes Modell für die Kurzarbeit auf den Weg gebracht hat.

Nun gilt es, differenzierte Maßnahmen zu setzen, um die Wettbewerbsfähigkeit gerade in den Zukunftsbranchen zu steigern. Jedenfalls sollten wir vermeiden, dass durch Hilfsgelder & günstige Finanzierungen Zombie-Unternehmen am Leben erhalten werden. Jetzt kommt es auf Wachstum durch Innovation an.

Um all den damit verbundenen Herausforderungen aktiv begegnen zu können und neue Chancen am Arbeitsmarkt, vor allem für die Jungen, zu schaffen, bedarf es einer umfassenden Bildungs- und Qualifizierungsoffensive für unsere Stadt. Neben den besten Köpfen, braucht Wien auch die besten Rahmenbedingungen: Ohne massive öffentliche Investitionen in die Zukunft kann die technologische Transformation und der Aufbau neuer, nachhaltiger Arbeitsfelder nicht gelingen. Aber nicht nur die öffentliche Hand ist gefordert, gerade jetzt sollten private Investoren motiviert werden, industrielles Risikokapital und globale Kompetenzen einzubringen.

Um auf internationaler Ebene noch erfolgreicher mitspielen zu können,

benötigen wir jedenfalls eigenkapitalstärkende Maßnahmen für unsere Unternehmen. Die Senkung der KöSt steht hier ganz oben auf meiner Prioritätenliste. Der von Manchen diskutierte Weg, eine geschwächte Wirtschaft durch zusätzliche Steuern, etwa Vermögenssteuern zu belasten, führt jedenfalls in eine ökonomische Sackgasse & ist bestenfalls ein gefährlicher Boomerang.

Kontakt

Mag. Sophie Gnesda, Pressesprecherin

Mag. Sophie Gnesda

Pressesprecherin, Industriellenvereinigung Wien

T +43 1 71135 2464
sophie.gnesda@iv.at


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