IV-Wien & IMBA: "Industrie & Spitzenforschung im Dialog"

IV-Wien und IMBA diskutieren Erfolgskonzepte zur Verknüpfung von Forschung und Industrie

Forschung und Innovation spielen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von neuen Technologien und sind daher wesentliche Faktoren für die Stärkung der Industrie und die Erhaltung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.

Wie erfolgreiche Partnerschaften zwischen Forschung und Industrie gelingen können und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind, diskutierten hochkarätige Vertreter aus Industrie, Wirtschaft und Forschung am 15. Oktober bei „Industrie & Spitzenforschung im Dialog“. Diese Veranstaltungsreihe findet auf Einladung der Industriellenvereinigung Wien und des IMBA (Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) statt.

Die weltweit ersten Blutgefäße aus menschlichen Stammzellen entwickelte Dr. Reiner Wimmer am IMBA. In seinem Impulsvortrag berichtete er von unzähligen Anwendungsbeispielen in der modernen Medizin, wie Diabetes, Gefäßerkrankungen, Schlaganfällen oder Krebs. Das IMBA betreibt Organoid-Forschung auf Weltklasse-Niveau. „Wir begrüßen es sehr, wenn unsere Expertise Anwendung findet und sind sehr offen für die Verbindung von Forschung und Wirtschaft“, bekräftigte Prof. Jürgen Knoblich, der wissenschaftliche Direktor des IMBA. Jüngstes Erfolgsbeispiel ist ein Spin-Off des IMBA zur Verwertung der von Knoblichs Team entwickelten Gehirn-Organoide.

Dr. Wolfram Schmidt, Vice President & Managing Director von Biogen Deutschland, mit mehr als zwanzigjähriger Erfahrung in der internationalen Pharma- und Life Sciences Branche, berichtete von erfolgreichen Strategien in anderen Ländern, etwa am Beispiel Finnland. Dabei erweisen sich neue Technologien wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz als starke Beschleuniger, bringen aber gleichzeitig große Herausforderungen mit sich. Angesprochen wurden etwa Smart Data, also die zielgerichtete Auswertung der riesigen Datenmengen, die durch die neuen Technologien anfallen, wie auch neue Modelle zur Regelung der Thematik rund um Intellectual Property.

KommR Mag. Ursula Simacek, Vizepräsidentin der IV-Wien, unterstrich die Bedeutung der gemeinsamen Initiative: „Die Vernetzung forschender und innovativer Akteure weiter zu fördern ist uns als IV-Wien ein wichtiges Anliegen, denn eine starke Brücke zwischen Forschung und Industrie ermöglicht umfassendere Wertschöpfungsketten hier am Standort. Nicht alles aus der Forschung führt unmittelbar zu einem verwertbaren Durchbruch, aber ein breiter Boden an wissenschaftlichen Erkenntnissen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für wirtschaftliche Innovationen.“