IV-Wien-Frühlingsfest: Mitterlehner und Hesoun betonen Bedeutung einer starken und innovativen Industrie

Hesoun: Stärken des Standortes fördern – Mitterlehner: Reformen angehen, Standort gemeinsam weiterentwickeln

V.l.n.r.: IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun und BM Reinhold Mitterlehner

Am 18. Juni 2015 lud die IV-Wien zum Frühlingsfest im Kursalon Wien. Rund 600 Gäste hörten die Eröffnungsworte des Präsidenten der Industriellenvereinigung Wien (IV-Wien) Wolfgang Hesoun sowie die Keynote von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner. 

„Angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Situation benötigen Österreich und Europa eine kluge Standortpolitik, in der auch das Thema der nationalen Wertschöpfung eine zunehmend wichtige Rolle einnimmt“, so Hesoun. Hesoun kritisierte, dass in der letzten Zeit jedoch vor allem die Schwächen des Wirtschaftsstandortes Österreich – wie das niedrige Wirtschaftswachstum und die hohe Arbeitslosigkeit – im Fokus vieler Debatten stünden und die reichlich vorhandenen Potenziale des Landes immer weniger Beachtung fänden: „Wir müssen die Stärken des Standortes fördern und alles dafür tun, dass wir diese optimal entfalten können. Denn: Österreich hat ein großes Innovationspotenzial, hohe Produktivität sowie eine international höchst angesehene berufliche Ausbildung“, betonte Hesoun in diesem Zusammenhang. Die Rolle des Industriesektors werde dabei zudem vielfach unterschätzt. Die Bedeutung der Industrie gehe über den direkten Wertschöpfungsbeitrag hinaus. Sie zeige sich an ihrem Anteil an Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung. Darüber hinaus sei die Industrie wesentlicher Treiber von Innovationen. 

"Österreich braucht eine starke und innovative Industrie, die wir auf allen Ebenen unterstützen müssen. Denn unsere Leitbetriebe sichern Wachstum und Beschäftigung und sind in ihrer Wertschöpfungskette eng mit jeweils bis zu 1.000 kleinen und mittleren Unternehmen vernetzt", betont Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Die gemeinsam mit 40 CEOs entwickelte "Standortstrategie Leitbetriebe" habe sich bewährt. Viele der vorgeschlagenen Maßnahmen seien auf Schiene, wie etwa die Erhöhung der Forschungsprämie von zehn auf zwölf Prozent. Zudem werde die Steuerreform den Konsum ankurbeln. Zusätzliche Unterstützung für die Konjunktur werde das geplante europäische Investitionsprogramm liefern. "Wir müssen die Unternehmen als Partner beim Ausbau ihrer Wettbewerbsfähigkeit unterstützen und bürokratische Hürden abbauen. Zudem gilt es, die Innovationskraft zu stärken, indem wir sowohl die Grundlagenforschung als auch den Jungunternehmergeist an den Universitäten forcieren", nennt Mitterlehner einige Handlungsfelder. "Bei allem Reformbedarf müssen wir aber auch mit mehr Vertrauen in die Zukunft blicken. Wirtschaft ist immer auch Stimmung, daher muss es unser Ziel sein, den Standort Österreich gemeinsam weiterzuentwickeln", sagt Mitterlehner. 

Hesoun abschließend: „Wenn wir weiter in Österreich produzieren wollen, muss dies auf internationalem Top-Level erfolgen. Nur so können wir Standortnachteile, wie etwa höhere Lohnkosten, ausgleichen. Als IV-Wien stehen wir der Politik als Partner daher gerne zur Verfügung, um gemeinsam die Potenziale des Arbeits- und Wirtschaftsstandortes zu fördern.“ 

Nach der Eröffnung nutzten die Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien die Gelegenheit zum Netzwerken und inhaltlichen Austausch bei Buffet und Live-Musik. Unter den Gäste waren unter anderem: Susanne Brandsteidl (Präsidentin Stadtschulrat Wien), David Lasar (Stadtrat FPÖ Wien), Manfred Juraczka (Landesparteiobmann ÖVP Wien), Christoph Leitl (Präsident Wirtschaftskammer), Beate Meinl-Reisinger (Stv. Bundesvorsitzende und Wiener Vorsitzende NEOS), Christian C. Pochtler (IV-Wien-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender Pochtler Industrieholding AG), Claus J. Raidl (Präsident Österreichische Nationalbank), Rudolf Schicker (Klubobmann SPÖ Wien), Ursula Simacek (IV-Wien-Vizepräsidentin sowie CEO und Miteigentümerin SIMACEK Gruppe), Günter Thumser (IV-Wien-Vizepräsident und Präsident Henkel CEE GmbH), Gabriele Zuna-Kratky (Direktorin Technisches Museum Wien).  

Weitere Fotos finden Sie unter: 

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