Häupl: „Industrie als Impulsgeber stärken“

Am 19. Jänner war Wiens Bürgermeister zu Gast im Vorstand der IV-Wien. Vor diesem Hintergrund sprach er mit den iv.positionen über seine wirtschaftspolitischen Schwerpunkte und die Rolle der Industrie in Wien.

Welche wirtschaftspolitischen Schwerpunkte möchten Sie für Wien in den kommenden Jahren setzen?

Wien besitzt eine lange Tradition gesellschaftlicher Solidarität und verfügt mit der großen Vielfalt einer wachsenden Bevölkerung über ein riesiges Potenzial zu weiterem wirtschaftlichen Erfolg. Die Kombination dieser beiden „Assets“ wird in den kommenden Jahren immer wichtiger werden, um die zentralen wirtschaftspolitischen Herausforderungen zu bewältigen: die Sicherung von Beschäftigung gekoppelt mit nachhaltigem Wachstum. Die Smart City Rahmenstrategie, in die auch Maßnahmen des gemeinsamen Standortabkommens der Stadt mit der IV-Wien eingeflossen sind, legt dafür die Ausrichtung fest. 

Welche Rolle spielt die produzierende Industrie für Wien aus Ihrer Sicht?

Wien ist eine schöpferische Stadt, das gilt nicht nur für Musik, Kunst und Kultur, sondern auch für die Wirtschaft. Die 200 Leitbetriebe der Wiener Industrie geben dabei das Tempo vor: die Wertschöpfungsketten werden immer komplexer und beziehen Forschung, Fertigung und Dienstleistungen, aber auch Design mit ein. Die Stadt bekennt sich dazu, die produzierende Industrie am Standort in ihrer Rolle als Impulsgeber weiter zu stärken, und stellt dafür Infrastruktur, hochqualifizierte Arbeitskräfte und passende Förderungen zur Verfügung. 

Was sagen Sie einem Industriebetrieb, wieso er sich in Wien ansiedeln soll?

Die besten Visitenkarten für den Standort sind Unternehmen, die sich hier ansiedeln oder sich am Standort weiter entwickeln. Sie betonen das gute Forschungsumfeld, die Verfügbarkeit von hochqualifiziertem Personal und die „business friendlyness“ der Stadt. Dafür wurde Wien kürzlich bei einem weltweiten Ranking der Financial Times unter die besten 5 Wirtschaftsmetropolen gewählt. Die besonders gut funktionierende Achse zwischen Stadt und Industrie zeigt, dass es sich hier um eine Partnerschaft handelt, die auf Zukunft ausgerichtet ist. 

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