Wien-Wahl: Wirtschaftsstandort muss Priorität haben!

Der Wiener Wahlkampf steuert auf seinen Höhepunkt zu. Zugleich steht Wien vor großen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Industrielle Produktion und Wertschöpfung in der Stadt muss dabei einen hohen Stellenwert einnehmen.

IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun

Wahlkämpfe gehen meist mit einem Stillstand der notwendigen Arbeit für die kontinuierliche Verbesserung des Standorts einher. Leider ist dies auch im Zusammenhang mit der bevorstehenden Wahl in Wien zu erwarten. Umso wichtiger ist es daher, dass nach dem 11. Oktober rasch eine stabile und zukunftsgerichtete Regierung gebildet wird – mit einer klaren Agenda für die Weiterentwicklung eines innovativen und modernen Wirtschafts-und Arbeitsstandortes. 

Einer der Themenschwerpunkte wird die hohe Arbeitslosigkeit in Wien sein. Neben allen Projekten zur Unterstützung Arbeitssuchender, wird es unumgänglich sein, parallel auch weiterhin intensiv an den bestmöglichen Rahmenbedingungen für Unternehmen zu arbeiten. Nur so können Betriebe überzeugt werden, weiter in den Standort zu investieren und Arbeitsplätze zu sichern bzw. zu schaffen. Dazu gehört auch das klare Bekenntnis zur industriellen Produktion und Wertschöpfung in der Stadt. Denn es ist vor allem die innovative, produzierende Industrie, die für die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand einer Region sorgt. 

Angesichts aller Herausforderungen, denen sich Städte heute stellen müssen – Wien wächst etwa jährlich um bis zu 30.000 Menschen – wird es auch in Zukunft entscheidend sein, die budgetäre Situation nachhaltig zu gestalten. Dabei müssen trotz aller Sparzwänge und dringend notwendiger Reformen im öffentlichen Bereich Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Forschung vorangetrieben werden. 

Im Infrastrukturbereich geht es unter anderem um den weiteren U-Bahn-Ausbau, die Fertigstellung der S1 inklusive Donauquerung sowie in einigen Regionen auch um die Sicherstellung von ausreichend Parkraum für Betriebe und störungsfreie Zufahrten für den Zulieferverkehr. Im Bereich der Forschung muss es unser aller Ziel sein Ergebnisse aus der Grundlagenforschung vermehrt auch in Innovationen am Standort überzuführen. Der Bildungsbereich wiederum ist zwar legistisch vor allem in der Kompetenz des Bundes, jedoch beweisen hier zahlreiche regionale Projekte – häufig mit Beteiligung der IV-Wien – dass auch auf Landesebene einiges bewegt werden kann. Wien und Österreich brauchen ein modernes Bildungssystem, das junge Menschen an die berufliche Praxis und Realität heranführt und verstärkt für naturwissenschaftliche und technische Inhalte begeistert. Ein regionales, wenn auch wichtiges Thema, ist außerdem der zunehmende Druck der stetig wachsenden Wohngebiete auf die vorhandenen Industrie- und Gewerbezonen. Hier erhoffen wir uns als IV-Wien klare Maßnahmen durch das derzeit in Überarbeitung befindliche Wiener Betriebszonenkonzept. 

Eine besondere Stärke Wiens im globalen Wettbewerb ist die einzigartige Kombination aus Lebensqualität und wirtschaftlichem Potenzial. Diese fruchtbare Symbiose kann aber noch mehr Früchte tragen. Dafür ist es unabdingbar, dass Wien weiterhin intensiv daran arbeitet, neben dem Image als Tourismus- und Kulturmetropole ein ebenso starkes Image als Unternehmensstadt aufzubauen. 

Wien steht vor großen Herausforderungen, wir sind bereit, unseren aktiven Beitrag für eine erfolgreiche Zukunft zu leisten! 

Leitartikel von IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun in der aktuellen Ausgabe der "iv-positionen"

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