Leitbetriebe in Österreich – systemrelevant, stark und unverzichtbar!

Leitbetriebe haben über ihre volkswirtschaftlichen Effekte hinaus eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung. Eine neue Studie beleuchtet diese zentrale Rolle der vier Vorzeigeunternehmen Siemens AG Österreich, Infineon Technologies Austria AG, Boehringer Ingelheim RCV und Henkel CEE.

V.l.n.r.: Christian Fechner, CFO von Boehringer Ingelheim ; Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG; Wolfgang Hesoun, IV-Wien-Präsident; Günter Thumser, Henkel CEE Präsident;

Die vier genannten Unternehmen sind gesamtwirtschaftlich für 11 Milliarden Euro Umsatz verantwortlich, sie kooperieren mit über 100 akademischen Institutionen und 40 NGOs. Ihr Einfluss auf die regionale Entwicklung ist enorm. Das Industriewissenschaftliche Institut (IWI) hat die Bedeutung der vier Unternehmen für Wirtschaft und Gesellschaft untersucht. Die Ergebnisse der Studie wurden am 17. Mai im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert.

Zentrale Rolle als Arbeitgeber und im Bildungsbereich

Über die Wertschöpfungskette betrachtet sind in Summe mehr als 26.400 Beschäftigungsverhältnisse auf Siemens Österreich rückrechenbar. Vorstandsvorsitzender Siemens AG Österreich und IV-Wien Präsident Wolfgang Hesoun: „Großaufträge, die Siemens in Österreich abwickelt, sind mit wichtigen Impulsen für den Standort verbunden. Wenn wir hier im Land Aufträge abwickeln, beschäftigen wir rund 10.000 weitere Unternehmen (davon 6.600 Geschäftspartner aus Österreich), sorgen damit für Arbeitsplätze und Wohlstand.“ Die Bedeutung von Siemens Österreich geht aber weit darüber hinaus. Der Konzern bildet beispielsweise Jugendliche mit vermindertem Hörvermögen aus und engagiert sich in der Lehrausbildung von Mädchen in technischen Berufen.

Leitbetriebe sind auf eine enge Interaktion mit ihrem Umfeld angewiesen. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist Infineon Austria, ein weltweit tätiger Hersteller von Mikrochips, der auch in Österreich produziert. „Infineon arbeitet an wesentlichen Zukunftsthemen wie höherer Energieeffizienz, nachhaltiger Mobilität sowie Sicherheit in der digitalen Welt. Wir benötigen die besten Köpfe, um in den kommenden Jahren die großen gesellschaftlichen Chancen wie die Digitalisierung und Industrie 4.0 in Österreich zu nutzen. Daher wollen wir als Infineon aktiv und frühzeitig für Technik begeistern und breite Bewusstseinsarbeit für modernste Bildungskonzepte leisten“, erklärt Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG. Seit 2014 hat Infineon so rund 20.000 Kinder, Jugendliche und Studenten in verschiedensten Projekten erreicht und unterstützt.

Forschung und Produktion auf Top-Niveau

Der Forschungsstandort Österreich wäre ohne die Leistungen von Leitbetrieben nicht auf jenem internationalen Top-Niveau, auf dem er sich heute vielfach befindet. Ein Unternehmen, das sich in diesem Bereich besonders auszeichnet ist Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna. 200 Millionen Euro steckt der Konzern jährlich in die Forschung.
20 Millionen davon alleine in das Institut für Molekulare Pathologie (IMP), wo an neuen Methoden der Immunonkologie geforscht wird. „Als Pharmaunternehmen in Familienbesitz können wir es uns leisten, Grundlagenforschung zu unterstützen, die möglicherweise erst langfristig zur Entwicklung neuer Medikamente führt“, so Christian Fechner, CFO von Boehringer Ingelheim RCV.

Produzierende Leitbetriebe sind mit ihrem Umfeld engmaschig vernetzt und wesentlicher Ursprung und Treiber der Wertschöpfung. Henkel CEE hält an seinem Produktionsstandort mitten in Wien seit 1927 fest. Henkel CEE Präsident Günter Thumser: „Mit einer Jahresproduktion von fast 250.000 Tonnen Wasch- bzw. Reinigungsmittel sind wir innerhalb des Henkel-Konzernverbunds das weltweit größte Flüssigwaschmittelwerk.“ Dabei wird vor allem auf Nachhaltigkeit Wert gelegt. So verbraucht Henkel CEE heute 34 Prozent weniger Wasser pro produzierter Tonne als 2010 und es fallen um 29 Prozent weniger Abfälle an als noch vor fünf Jahren.

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