Lernen für die Zukunft

Digitalisierung und Globalisierung haben Einfluss auf jeden Bereich unseres Lebens. Auch das Lernen verändert sich. Die Bandbreite an Herausforderungen vor denen Wiener Schulen stehen ist daher groß. Wo muss angesetzt werden, um unser Bildungssystem noch besser für die Zukunft zu wappnen?

Bildung & Gesellschaft
Bildung - Symbol

Jeden Tag werden neue Jobs geschaffen, die es gestern noch nicht gab. Laut einer neuen Studie des World Economic Forum werden Berufstätige schon in fünf Jahren rund ein Drittel ganz neuer Fähigkeiten brauchen, um in ihrem Job mithalten zu können.

In Zuge der Diskussion mit Direktoren und Lehrern aus den „Wiener Zukunftsschulen“, fünf Schulen, mit denen wir als IV-Wien in unterschiedlichsten Maßnahmen besonders eng kooperieren, ging klar hervor, dass es neben der Notwendigkeit einer soliden Allgemeinbildung vor allem darum geht, die Bildungsinhalte enger und besser an die Notwendigkeiten der Praxis anzupassen. So sollte etwa der Vermittlung von wirtschaftlichem Grundverständnis in den meisten Schulformen weitaus mehr Raum eingeräumt werden. Die IV-Wien bietet etwa bereits sehr erfolgreich wirtschaftliche Fortbildungsseminare für Lehrer im Rahmen der „Wiener Zukunftsschulen“ an, vermittelt Betriebsbesichtigungen sowie Schulbesuche von Unternehmensvertretern. Auch die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) haben in Österreich leider einige Zeit zu wenig Beachtung gefunden. Die Auswirkungen sind heute spürbar. Den Nutzen aus einem mittlerweile verstärken Engagement werden wir erst in einigen Jahren schöpfen können.

Wien hat im Österreichvergleich zudem eine sehr hohe Anzahl an Personen mit maximal Pflichtschulabschluss. Dies liegt unter anderem daran, dass besonders viele junge Menschen aus bildungsfernen Umfeldern am Übergang von der Schule ins Berufsleben „vom Radar verloren gehen“. Eine wichtige Antwort darauf ist der „Qualifikationsplan Wien 2020“, der vor einigen Jahren ins Leben gerufen wurde. Hier werden im Rahmen einer Gesamtstrategie zahlreiche Maßnahmen zusammengefasst, um Jugendliche beim Übertritt von der Schule ins Berufsleben zu begleiten.

Ein wesentliches Kriterium, um am Arbeitsmarkt erfolgreich sein zu können, ist sicherlich auch die ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache. Wien ist jene Region in Österreich, in der am meisten Menschen leben, die nicht Deutsch als Muttersprache haben. Auch dies stellt die Schulen vor eine große Herausforderung. Deshalb hat die IV-Wien im Rahmen der „Zukunftsschulen“ auch einige interessante Klassenprojekte unterstützt, die das Deutschlernen innerhalb unterschiedlichster Unterrichtsfächer ermöglichen.

Die „Wiener Zukunftsschulen“ sind ein Spiegelbild vieler Lösungsideen, aber auch Herausforderungen, die beim Thema Bildung in Wien anstehen. Die zahlreichen innovativen Ideen, die engagierten Lehrer, Direktoren und auch Schüler stimmen jedoch optimistisch, dass Wien – auch durch enge Kooperation der Verantwortlichen aus öffentlichem Sektor und Wirtschaft – einer erfolgreichen „Bildungszukunft“ entgegenblickt.

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