Wiener Qualitätssiegel 2016 an 26 TOP-Lehrbetriebe

Stadt Wien, IV-Wien, WK Wien, AK Wien und ÖGB zeichnen beste Ausbildungsbetriebe aus

Bildung & Gesellschaft
Preisverleihung 2016
Preisverleihung 2016

Die Wiener Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner, Johannes Höhrhan, Geschäftsführer der IV-Wien, Innungsmeister Alexander Eppler von der Wirtschaftskammer Wien, AK-Präsident Rudi Kaske sowie die stv. ÖGB-Präsidentin Renate Anderl haben am 12. Dezember zum dritten Mal das Wiener Qualitätssiegel TOP-Lehrbetriebe verliehen. Damit werden jährlich Wiener Betriebe ausgezeichnet, die vorbildliche Standards in der Lehrausbildung setzen. Das Qualitätszertifikat ist eine gemeinsame Initiative der Sozialpartner und der Stadt Wien. Ermittelt wurden die TOP-Lehrbetriebe von einer Fachjury aus SozialpartnervertreterInnen. Heuer hatten sich 39 Betriebe für das Qualitätssiegel bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftkammer Wien beworben. 26 Betriebe bekamen es zuerkannt.

Brauner: „Wien braucht die besten Hände und Köpfe - Jugendliche brauchen bestmögliche Zukunftschancen“

Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner: „Für eine erfolgreiche Entwicklung unseres Wirtschaftsstandortes brauchen wir die besten Hände und Köpfe. Betriebe, die auf höchste Qualität in der Lehrausbildung setzen, spielen dabei eine wichtige Rolle. Dazu kommt: Gute Job- und Einkommenschancen sind unabdingbar mit einer guten Ausbildung verbunden. Mit dem Wiener Qualitätssiegel wollen wir daher bewusst jene Betriebe vor den Vorhang holen, die für top qualifizierten Fachkräftenachwuchs Sorge tragen. Es freut mich sehr, dass wir seit 2014 insgesamt 168 Betriebe für ihr Engagement in der Lehrlingsausbildung prämieren konnten.“

Höhrhan: „Chancen, die in technischen und naturwissenschaftlichen Lehrberufen stecken, noch sichtbarer machen

Johannes Höhrhan, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Wien betont: „Die duale Berufsausbildung hat sich als Erfolgsmodell, um das uns international viele andere Länder beneiden, bewährt. Die laufende Qualitätssicherung der Lehre muss uns daher ein zentrales Anliegen sein. Das gemeinsame Siegel rückt darüber hinaus die ausgezeichneten Firmen ins Rampenlicht und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Ausbildungsangebote noch besser kommunizieren zu können. Aus Sicht der Industrie ist es in diesem Zusammenhang vor allem von Bedeutung, die Chancen, die in technischen und naturwissenschaftlichen Lehrberufen stecken, noch sichtbarer zu machen, denn hier haben wir in Zukunft den größten Bedarf an Fachkräften und dementsprechend gute Karrierechancen für junge Menschen.“

Ruck: „Qualitätssiegel ist wichtiger Motivationsfaktor für die Lehrbetriebe Wiens“

Wirtschaftskammer Wien Präsident Walter Ruck sieht im Gütesiegel einen wichtigen Motivationsfaktor für die Lehrbetriebe Wiens: „Die Lehre ist nicht nur ein wichtiges Angebot an die Jugend, sie sichert auch den Unternehmen selbst die wichtigen Fachkräfte für morgen. Mit dem Qualitätssiegel zeigen die Unternehmen, dass ihnen auch die Qualität ihrer Lehrausbildung am Herzen liegt. Die Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer beweisen damit, dass sie Verantwortung für die Jugend, genauso wie für den Wirtschaftsstandort Wien übernehmen. Und die Lehrlinge können sicher sein, dass ihre Ausbildung auch wirklich eine Vorbereitung für eine erfolgreiche und vielversprechende Karriere und Zukunft ist.“

Kaske: „Qualität in der Lehre sichern“

„Jugendliche brauchen nicht nur Orientierung bei der Berufswahl selbst, sondern auch Informationen über die Ausbildungsqualität in einzelnen Betrieben – Engagement und eine gute Ausbildung ist leider nicht immer selbstverständlich“, erklärt AK-Präsident Rudi Kaske und verweist auf die Misserfolgsquoten bei der Lehrabschlussprüfung. Das Wiener Qualitätssiegel „TOP-Lehrbetriebe“ wird nur an Lehrbetriebe in Wien vergeben, die sich wirklich um ihre Lehrlinge bemühen. In den ausgezeichneten Betrieben treten die meisten Lehrlinge nicht nur zur Lehrabschlussprüfung an, sondern bestehen sie auch. „Das Wiener Qualitätssiegel bietet den Jugendlichen und ihren Eltern wertvolle Hinweise, wo sie eine ausgezeichnete Ausbildung erhalten“, so Kaske.

Anderl: „Mehr Lehrbetriebe für Spitzenausbildung“

„Was für ein großes Potential die Berufsausbildung hat, zeigen nicht nur die heute hier prämierten Lehrbetriebe, sondern auch internationale Wettbewerbe, wo unsere Lehrlinge regelmäßig Spitzenplätze belegen“, betonte ÖGB-Vizepräsidentin Renate Anderl. Das österreichische Modell der dualen Ausbildung ist im europäischen Vergleich vorbildlich. Veranstaltungen wie die heutige seien eine gute Gelegenheit, einmal diejenigen vor den Vorhang zu holen, die nicht ständig im Rampenlicht stehen und trotzdem mit ihrer Arbeit das Rückgrat und das Fundament unserer Wirtschaft bilden.“

Ausgezeichnete Betriebe setzen Maßstäbe in der Lehrausbildung

Die Vergabe des Qualitätssiegels erfolgte in einem zweistufigen Verfahren mittels Punktesystem durch eine Jury. Wesentliche Bewertungskriterien sind unter anderem Ausbildungsplanung und –dokumentation laut Berufsbild, besondere Ausbildungsinitiativen wie fachliche Weiterbildung, Persönlichkeitsbildung, Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung, Auslandspraktika, Frauen in nichttraditionellen Berufen, Lehre mit Matura, etc. sowie Antritts- und Erfolgsquote von Lehrlingen bei der Lehrabschlussprüfung. Für die Zuerkennung des Qualitätssiegels mussten die Unternehmen mindestens 12 Punkte erreichen. Die Höchstzahl waren 24 Punkte. Das Zertifikat ist bis Ende 2020 gültig.

Weitere Informationen unter: https://www.wko.at/Content.Node/Service/Bildung-und-Lehre/Lehre/Ausbildungsqualitaet/w/Das_Wiener_Qualitaetssiegel__.html

 

 

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Kontakt

Mag. Leopold Liechtenstein

Pressesprecher, Projektleiter, Industriellenvereinigung Wien

T  +43 1 71135 2463
E   leopold.liechtenstein@iv.at

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