Ludwig/Hesoun: Industriestandort Wien gemeinsam stärken

Digitalisierung als Chance und Herausforderung – Hervorragende Basis für Zusammenarbeit

Sommerfest IV-Wien: IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun, Bürgermeister Michael Ludwig

Am 18. Juni 2018 lud die Industriellenvereinigung Wien (IV-Wien) zum Sommerfest im Kursalon Wien. Über 400 Gäste folgten der Einladung. Im Zuge der Eröffnung sprachen der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun über die künftigen Chancen und Herausforderungen am Wirtschaftsstandort Wien.

„In Zukunft werden wir uns vor allem zwei großen Herausforderungen am Unternehmensstandort Wien stellen müssen: Das sind der Fachkräftemangel und die Digitalisierung“ betonte IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun.

„Die Digitalisierung ist der Hebel, der es der europäischen Industrie erlaubt, international konkurrenzfähig zu bleiben. Sie ist eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich und Europa, derer wir uns bewusst sein müssen. Wir haben in Europa in vielen Bereichen bereits die Nase vorne. Vor allem in der prozessorientierten Digitalisierung beträgt unser Vorsprung bis zu zehn Jahre“ so Hesoun weiter. „Klar, der digitale Wandel fordert eine große Veränderungsfähigkeit und Flexibilität bei Unternehmen und verlangt zunehmend auch nach neuen Fertigkeiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere im IKT Bereich. Die Industrie beschäftigt heute mehr qualifizierte Mitarbeiter. Gleichzeitig stoßen wir aber in Österreich an Grenzen der Lieferfähigkeit, weil Mitarbeiter fehlen. Wir gehen davon aus, dass rund 15% der benötigten Fachkräfte in der österreichischen Industrie 2018 voraussichtlich nicht nachbesetzt werden können. Es mangelt nicht nur an Programmierern, sondern auch an Datenanalysten. Sie sind in der Digitalisierung die Schnittstelle für das Wissen über die Produktion, das Produkt und die Kundenansprüche. Dieser Mangel ist ein Hemmschuh für die weitere konjunkturelle Entwicklung am Standort“ erklärte der IV-Wien Präsident.

„Sowohl die Bekämpfung des Fachkräftemangels als auch die erfolgreiche, digitale Transformation der Unternehmen bedürfen einer gemeinsamen Anstrengung von Wirtschaft und Politik. In Wien haben wir die besten Voraussetzungen dafür“ zeigte sich Hesoun zuversichtlich.

Bürgermeister Michael Ludwig unterstrich anlässlich der Eröffnung des Sommerfestes: „Noch als Wohnbaustadtrat habe ich einige Dinge auf Schiene gestellt, die exemplarisch dafür stehen, wofür ich auch als Bürgermeister eintreten werde – wie etwa die Novellierung der Bauordnung oder die Aufhebung der Deckelung im geförderten Wohnbau, aber auch die generelle Vereinfachung und Beschleunigung von Verfahren, um Projektabläufe in unserer Stadt zu verkürzen.“.

Ludwig sagte weiter: „Ich bekenne mich generell zum Industriestandort Wien und freue mich über die gut anlaufende Kooperation mit unseren Nachbarbundesländern. Als Industriestandort müssen wir über die administrativen Grenzen unserer Bundesländer hinausdenken, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Fragen der Infrastruktur, Bildung, Grundstücksbevorratung, sowie leistbaren Wohnraum und Lebensqualität gemeinschaftlich regeln. Dazu zählen für mich der Bau der Dritten Piste in Wien-Schwechat, die Nordostumfahrung mit dem Lobautunnel und vor allem auch die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrsnetzes in der Region.

Abschließend betonte der Bürgermeister: „Besonders wichtig ist es mir, in all diesen Fragen mit allen Sozialpartnern gut zusammenzuarbeiten und Konflikte, die es gibt, gemeinsam nach sozialpartnerschaftlichen Regeln zu lösen. Denn erfolgreich werden wir nur dann sein, wenn wir all diesen Heuausforderungen harmonisch und nicht im Konflikt begegnen. Mein Weg in Wien wird der des „Miteinander“ sein.“

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