Neues Wiener Betriebszonenkonzept stärkt Industrie

Das in Zusammenarbeit mit der IV-Wien entstandene Konzept hat zum Ziel, 5 Prozent der Stadtfläche als Betriebsflächen zu sichern und die Reserven von 150 auf 300 Hektar aufzustocken.

v.l.n.r.: IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun, Stadträtin Renate Brauner, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, WKW Präsident Walter Ruck

Stadtwachstum und wirtschaftliche Veränderungen haben über die Jahre starke Auswirkungen auf Wien und auf Flächen für Wiener Wirtschaftsbetriebe gehabt. Daher hat die Stadt Wien in enger Zusammenarbeit mit der IV-Wien und der Wirtschaftskammer Wien in den vergangenen Monaten unter dem Titel „Fachkonzept Produktive Stadt“ einen umfassenden Plan für bestehende und neue Betriebszonen erarbeitet. Das Fachkonzept wurde am 28. Juni im Gemeinderat beschlossen. Der Fokus des Papiers liegt auf Flächen für die produzierende Wirtschaft. Das Konzept ist ein eindeutiges Bekenntnis zur großen Bedeutung des Produzierenden Bereichs für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort Wien.

Die zentralen Punkte, die Ende Juni von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner, IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun und dem Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Walter Ruck der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, umfassen das Ziel, rund fünf Prozent der Gesamtfläche Wiens als Betriebsflächen zu sichern und weiterzuentwickeln, sowie die bestehenden Reserven für Betriebsflächen von 150 auf 300 Hektar aufzustocken – davon 150 Hektar innerhalb bestehender Betriebszonen, 50 Hektar noch zu widmender Flächen und 100 Hektar in Stadterweiterungsgebieten.

IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun begrüßte ausdrücklich, dass „die Stadt Wien mit dem Fachkonzept ein eigenes, umfassendes Strategiedokument für die Sicherung und Weiterentwicklung des Produzierenden Bereichs erstellt hat.“ Hesoun betonte zudem, dass „jedoch auch ein entsprechendes Umfeldmanagement der Betriebszonen festzuschreiben ist. Das heißt: Die Entwicklung der näheren Nachbarschaft von Betriebszonen sollte insofern in den koordinativen Rahmen eines Betriebszonenkonzeptes eingebaut sein, dass in der unmittelbaren Umgebung keine für Betriebe nachteiligen Entwicklungen zuglassen werden“.

Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner erklärte: „Die wachsende Stadt braucht ausreichend Flächen für bestehende oder sich neu ansiedelnde Unternehmen, die zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und in unseren Standort investieren.“ Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou betonte: „Wien bekennt sich klar zur Industrie und der produzierenden Wirtschaft. Mit dem Betriebszonenplan sichert die Stadt langfristig den Raum für Produktionsbetriebe.“ WKW Präsident Walter Ruck sagte, dass es jetzt darum gehe, „die stadtplanerischen Ziele und neuen Maßnahmen auch in der Praxis umzusetzen und strengstens einzuhalten“.

Folgende Maßnahmen sind u.a. zur Sicherung und Entwicklung von Betriebszonen vorgesehen:

Produktionsflächenmanagement:

  • Einrichtung einer neuen „Standort –Datenbank“, mit einem Überblick über alle Produktionsflächen, damit werden Monitoring und Vermarktung verbessert
  • Optimaler Einsatz der stadteigenen Flächen für Betriebsansiedlungen
  • Gezielte Unterstützung neuer Unternehmen mit spezifischen Anforderungen (z.B. erneuerbare Energie, smarte Mobilität, Urban Manufacturing)

Quartiersmanagement:

  • Koordiniertes, standortspezifisches Management soll nach dem Vorbild von “Standpunkt Liesing” bzw. “Standpunkt Floridsdorf” für größere Betriebszonen erfolgen.

Das Fachkonzept ist HIER abrufbar!

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