„Nationale Anstrengung“ für Technologie-Investitionen nötig

Anlässlich der Vollversammlung der IV-Wien am 20. November im Haus der Industrie sprachen IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun und Harald Mahrer, Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, zum Thema „Zukunft Standort Österreich – Perspektiven und Herausforderungen“.

„Vor dem Hintergrund der immer stärkeren internationalen Konkurrenz – insbesondere aus Asien – ist es wünschenswert, dass die künftige Bundesregierung einen klaren Fokus auf Forschung & Entwicklung, Produktion und Wertschöpfung und somit der Sicherung von hochwertigen Arbeitsplätzen legt“, so Hesoun mit Blick auf die aktuellen Regierungsverhandlungen. Hesoun unterstrich in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung des Themas Digitalisierung: „Digitalisierung und Industrie 4.0 sind Themen, mit denen Österreich auch im globalen Wettbewerb punkten kann und muss. Dazu bedarf es jedoch einer nationalen Anstrengung in Richtung technologieorientierter Investitionen und Maßnahmen auf allen Ebenen – von der Verbesserung der Forschungsförderung, über die Stärkung naturwissenschaftlich-technischer Unterrichtsinhalte, bis hin zu einer Flexibilisierung der Arbeitszeitregelungen ohne jedoch die Gesamtarbeitszeit zu erhöhen. Nur so können wir den Realitäten der Arbeitswelt im digitalen Zeitalter Rechnung tragen.“ Hesoun ergänzte darüber hinaus, dass zur Stärkung des Standortes insgesamt eine Senkung der Lohn- und Abgabenquote dringend notwendig sei.

Bundesminister Mahrer betonte in seiner Keynote ebenfalls die entscheidende Bedeutung einer hochleistungsfähigen, digitalen Infrastruktur für Wirtschaft und Gesellschaft. Ohne modernste IKT-Infrastruktur könne die Wirtschaft nicht wettbewerbsfähig bleiben. Alleine der Ausbau eines 5G-Netzes in Österreich könne weit über 30.000 zusätzliche Jobs in den nächsten Jahren in Österreich bringen. In diesem Zusammenhang skizzierte der Bundesminister auch die Entwicklung einer immer stärkeren „Datenökonomie“ in großen Teilen der Wirtschaft. Die Bedeutung von Daten nehme rapide zu, wodurch laufend alte Geschäftsmodelle durch neue ergänzt oder ersetzt werden. Mahrer hob auch die zentrale Rolle von Bildung und Ausbildung für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes hervor. Die Anfang des Jahres ins Leben gerufene Bildungsinnovationsstiftung leiste hier beispielsweise einen wichtigen Beitrag, indem Sie innovative Projekte fördert, die Bildungseinrichtungen, Unternehmen und NGOs vernetzen. Die Stiftung ist mit 50 Mio. Euro dotiert. Abschließend plädierte Mahrer für eine moderne und offene Gesellschaft, nur so könne Österreich als exportorientiertes Land im Herzen Europas in eine erfolgreiche Zukunft gehen.

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