Kurz und Hesoun betonen Bedeutung einer starken Industrie

Hesoun: Klares Bekenntnis der Politik zu Unternehmen mit internationalem Wettbewerbsvorsprung nötig – Kurz: Als Standort wieder zur Spitze Europas aufschließen, Steuer- und Abgabenquote senken

v.l.n.r.: Sebastian Kurz (Außenminister, designierter Bundesobmann der Volkspartei) und IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun

Am 8. Juni 2017 lud die Industriellenvereinigung Wien (IV-Wien) zum Sommerfest im Kursalon Wien. Rund 600 Gäste hörten zur Eröffnung den designierten Bundesobmann der Volkspartei Außenminister Sebastian Kurz und IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun im Dialog zur Zukunft des Wirtschaftsstandortes Österreich und zur notwendigen Weiterentwicklung der EU.

IV-Wien-Präsident Hesoun unterstrich die Bedeutung der Industrie als Innovationsmotor für den Wirtschaftsstandort, durch dessen wirtschaftliche Effekte in Österreich zwei von drei Jobs gesichert werden. „Wir müssen uns bewusst sein, dass Arbeitsplätze nicht nur durch Maßnahmen auf nationaler Ebene gesichert oder geschaffen werden können,“ ergänzte der Wiener Industrie-Präsident. Hesoun weiter: „Wir benötigen daher einerseits ein klares Bekenntnis der Politik zu den Unternehmen in Österreich mit ihrem im internationalen Vergleich technologischen Wettbewerbsvorsprung, sowie auf der anderen Seite aber auch einen festen Zusammenhalt in wirtschaftspolitischen Fragen auf europäischer Ebene. Denn nach Jahrzehnten, in denen der globale Wettbewerb über die Produktionskosten – und damit über Personalkosten - geführt wurde, können wir heute wieder verstärkt mit Know-how und Innovationen punkten. Diese Chance müssen wir jetzt ergreifen, denn in anderen Regionen der Welt hat Wettbewerb eine andere Dimension. Wir brauchen dazu außerdem in Österreich und ganz Europa wieder mehr Selbstbewusstsein, sowie eine strategisch-standortpolitische Diskussion mit Fokus auf unsere wirtschaftlichen Stärken.“

Bundesminister Kurz betonte: „Der Wohlstand Österreichs wird durch die Wirtschaft getragen. Deshalb ist ein zentrales Problem, dass der Standort Österreich immer weiter zurückfällt. Wir dürfen uns daher nicht mit dem Status Quo zufriedengeben oder mit marginalen Verbesserungen in Bereichen wie Wirtschaftswachstum oder Arbeitslosigkeit. Unser Anspruch muss sein, wieder an die Spitze in Europa zu kommen und nicht auf Basis konjunktureller Entwicklungen mit Minimalfortschritten zufrieden zu sein.“ Der Außenminister erklärte weiter: „Die Steuern, Abgaben und Gebühren steigen in Österreich sukzessive an. Auch durch kontinuierlichen Einsatz und hohe Leistungsbereitschaft bleibt dadurch zu wenig übrig, um sich etwas aufbauen zu können, das gilt für Bürger wie für Unternehmer. Das ist mit Sicherheit kein nachhaltiges System. Daher möchten wir die Steuer- und Abgabenquote in der nächsten Legislaturperiode auf unter 40 Prozent senken.“ Bundesminister Kurz abschließend: „Wir müssen auch andere Rahmenbedingungen für den Standort verbessern, wie eine Überarbeitung des üppigen österreichischen Fördersystems, die Beschränkung der Zuwanderung ins österreichische Sozialsystem und eine deutliche Deregulierung für die Wirtschaft. Wir brauchen hier eine massive Reduktion und Vereinfachung. Es braucht weniger Regeln, aber diese müssen konsequent vollzogen werden.“

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Fotos vom Sommerfest der IV-Wien
Fotocredit: IV-Wien/J. Christandl

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