Leitbetriebe: Entscheidend für Wirtschaft und Gesellschaft

Internationale Leitbetriebe sind die Kernsubstanz unserer Volkswirtschaft und zugleich wesentliche Innovationstreiber. Durch die rund 260 in Österreich ansässigen Leitbetriebe wird das 2- bis 3-fache der eigenen Produktion, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der heimischen Volkswirtschaft gesichert. Jedoch zeichnen sich Leitbetriebe nicht alleine durch eine bedeutende wirtschaftliche Vernetzung aus sondern sie spielen ebenso eine wichtige Rolle für ihr gesellschaftliches Umfeld.

Hesoun Wolfgang, KommR Ing, Präsident IV-Wien

Die Entwicklung von Leitbetrieben kann oft ganze Bezirke und Regionen beeinflussen. Ihre Prosperität ist mitentscheidend für die Qualität der regionalen Infrastruktur, der Forschungsstätten oder auch die Dichte der Nahversorgung. Paradebeispiele für die große Bedeutung von Leitbetrieben sind die vier Unternehmen Boehringer Ingelheim, Henkel, Infineon und Siemens – sie haben kürzlich an einer gemeinsamen IWI-Studie zur Bedeutung von Leitbetrieben teilgenommen. (Siehe weitere Beiträge)

Exemplarisch sichern sie, gemeinsam mit ihrem Vorleistungsverbund (Lieferanten, Kunden etc.), rund 42.000 Arbeitsplätze, das entspricht übrigens der Einwohnerzahl von Wiener Neustadt. Mit tausenden F&E Beschäftigten investieren diese vier Unternehmen in die Zukunft des Standortes und sorgen so für positive Netzwerkeffekte in Österreichs Bildungs- und Forschungslandschaft. Sie kooperieren mit dutzenden Bildungsinitiativen und sind in über 100 Projekten mit akademischen Institutionen aktiv.

Ein ganz zentraler Aspekt, der diese vier Unternehmen auszeichnet ist zudem, dass sie alle in Österreich in großem, industriellen Stil produzieren. Gerade produzierende Leitbetriebe haben eine besondere Bedeutung in einer Volkswirtschaft: Sie sind Ursprung von hochentwickelter Forschung & Entwicklung, denn Sie stellen zumeist äußerst komplexe Produkte her. Das stark technologiegetriebene Umfeld in dem sie agieren, „zwingt“ sie zu permanenter Innovation und zum Einsatz hoch qualifizierter Mitarbeiter. So sichern sie in einem einzigartigen Ausmaß die Wettbewerbsfähigkeit nicht nur innerhalb der eigenen Branche sondern über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg für den Standort Österreich insgesamt.

Zugleich üben Leitbetriebe eine überdurchschnittlich starke Anziehungskraft auf andere Bereiche, insbesondere den Dienstleistungssektor, aus. Jeder Leitbetrieb in Österreich kooperiert mit durchschnittlich 800 KMU. Von dieser Dynamik zwischen den unterschiedlichsten Unternehmen und Unternehmensformen profitiert die gesamte Wirtschaft: Klein braucht Groß und Groß braucht Klein - ein Prinzip, das im Besonderen für den Wirtschaftsstandort Österreich gilt.

Leitbetriebe haben also nicht nur eine entscheidende wirtschaftliche Bedeutung für den Standort sondern sie üben auf ihr gesamtes gesellschaftliches Umfeld eine enorme Strahlkraft aus. Als IV-Wien setzen wir uns daher auch in Zukunft dafür ein, gemeinsam mit der Politik, die Potenziale der Leitbetriebe weiter zu stärken!

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