IV-Wien-Sommerfest: Hesoun und Mahrer betonen Bedeutung einer starken Industrie

Hesoun: Öffentliches Budget hat Ausgaben- und nicht Einnahmenproblem – Budgetäre Spielräume für erfolgreiche Standortpolitik schaffen – Mahrer: Österreich muss wieder Innovationsführer in Europa werden

v.l.n.r.: Harald Mahrer (Staatssekretär im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft), Wolfgang Hesoun (IV-Wien-Präsident)

Am 16. Juni 2016 lud die IV-Wien zum Sommerfest im Kursalon Wien. Rund 600 Gäste hörten die Eröffnungsworte des Präsidenten der Industriellenvereinigung Wien (IV-Wien) Wolfgang Hesoun sowie die Keynote von Staatssekretär Harald Mahrer.

IV-Wien-Präsident Hesoun betonte: „Vor dem Hintergrund der fordernden wirtschaftlichen Situation ist es besonders wichtig, dass im öffentlichen Budget mehr Spielraum geschaffen wird, um erfolgreiche Standortpolitik betreiben zu können. Wir haben es dabei jedoch nicht mit einem Einnahmen- sondern einem Ausgabenproblem zu tun. Die Betriebe brauchen jetzt eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, sodass Sie die internationale Wettbewerbsfähigkeit aufrechterhalten können. Denn nur dann ist ein Aufschwung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze möglich.“ Hesoun hob auch die Bedeutung der Industrie und der Stärkung von Forschung & Entwicklung für den Wirtschaftsstandort hervor: „Industriebetriebe sind wie kaum ein anderer Wirtschaftsbereich dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt. Sie sind daher zu permanenter Innovation – zumeist auf besonders hohem technologischem Niveau – gezwungen. Die Industrie ist daher die beste „Zukunftsversicherung“ für den Standort“, so Hesoun.

„Wir erleben gerade eine der größten Umbruchsphasen der Wirtschaft, maßgeblich getrieben durch die Digitalisierung. Das sorgt für Verunsicherung in vielen Bereichen. Alles dreht sich darum, ob es morgen noch genug Arbeit und ein sicheres Sozialsystem gibt, wenn Roboter und neuartige Technologien immer mehr zum Einsatz kommen. Die gute Nachricht ist: Arbeit ist nicht begrenzt, sondern hat ein dehnbares Volumen. Die entscheidende Frage ist, ob wir innovativ genug sind, um neue Nachfrage nach neuen Produkten und Services am globalen Markt zu schaffen. Innovation ist unsere einzige Zukunftsvorsorge, die für Wachstum und neue Jobs sorgt. Dafür braucht es flexiblere Rahmenbedingungen und mehr Raum für unternehmerische Freiheit. Denn wenn das Korsett zu eng ist und die Last auf den Schultern zu schwer wird, fehlt die Beweglichkeit, um auf die rasanten Veränderungen reagieren zu können“, so Staatssekretär Harald Mahrer, der auch auf die Schlüsselrolle der Industrie verwies: „Die Industrie beweist tagtäglich, dass Machen besser ist als Fürchten. Digitalisierung findet statt - ob wir wollen oder nicht, mit oder ohne uns. Die Unternehmer werden aber auch diese Herausforderung in Chancen und Erfolg umwandeln. Sie spielen schon heute ganz vorne auf den Weltmärkten mit, wodurch Österreich 6 von 10 Euro im Export verdient. Allein die Wiener Industrie investiert mehr als 650 Millionen Euro jährlich in Forschung und Entwicklung und geht damit den richtigen Weg in die Zukunft. Das zeigt das unfassbare Innovationspotenzial und den Gestaltungswillen, der in den Betrieben und ihren Mitarbeitern steckt. Genau das brauchen wir, damit Österreich wieder zu einem europäischen Innovation-Leader wird.“

Nach der Eröffnung nutzten die Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien die Gelegenheit zum Netzwerken und inhaltlichen Austausch.

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